Gerd Höfer führt Reservistenverband als Präsident – Roderich Kiesewetter (MdB) neuer Stellvertreter
Bonn – Der Reservistenverband hat am heutigen Samstag den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Major der Reserve Gerd Höfer aus dem hessischen Neukirchen zu seinem 14. Präsidenten gewählt. Bei der Abstimmung des Erweiterten Präsidiums setzte sich Höfer gegen den ehemaligen Generalsekretär und Berater des Präsidiums, Generalmajor a. D. Servatius Maeßen durch. Am Vortag hatte sich der Verband im Palais Schaumburg zu Bonn getroffen, um das 50-jährige Bestehen des Reservistenverbandes zu feiern.
Stellvertreter Höfers ist seit heute der 46-jährige CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter aus Baden-Württemberg. Kiesewetter gehört seit der Bundestagswahl am 27. September 2009 dem Deutschen Bundestag an. Der Oberst a.D. verfügt über eine breite militärische Erfahrung, war in mehreren Auslandseinsätzen und von 2006 bis 2009 Büroleiter des Chefs des Stabes im Nato-Hauptquartier in Mons.
Höfer und Kiesewetter wollen mit ihrem Verband dem Verteidigungsministerium und der Bundespolitik mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen. Aktuell geht es dabei um die bevorstehenden Umstrukturierungen der Bundeswehr sowie die beabsichtigt Verkürzung der Grundwehrdienstzeit von neun auf sechs Monate zur Seite stehen. „Wir wollen erreichen, dass die Bevölkerung die Einsätze der Bundeswehr mitträgt und die Soldaten auch weiterhin als Staatsbürger in Uniform sieht“, so Kiesewetter. In diesem Zusammenhang kündigte Höfer an, dass der Reservistenverband den Deutschen Bundeswehrverband bei seiner Initiative gegen die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) unterstützen werde. In einem Flugblatt fordert der DFG-Landesverband Berlin-Brandenburg dazu auf, „Schampus zu saufen, wenn ein deutscher Soldat fällt“. Höfer sagt: „Das ist zutiefst menschenverachtend. Wir wollen erreichen, dass ermittelt wird, wer dahinter steckt. Und uns geht es dabei nicht nur um Soldaten, die diskriminiert werden, denn letztlich geht es um jeden, der sich für unser Gemeinwesen einsetzt – ob haupt- oder ehrenamtlich.“
Die Neuwahl wurde notwendig, weil der Vorgänger Höfers - Ernst-Reinhard Beck (MdB) – sein Amt Ende des vergangenen Jahres niedergelegt hatte. Seit November ist Beck verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am Freitagabend wurde Beck zum Ehrenpräsidenten des Reservistenverbandes ernannt. Damit würdigte Gerd Höfer im Namen des Präsidiums die langjährigen Verdienste Becks, der seit 2003 Präsident des Verbandes war. Höfer selbst ist bereits seit 1996 Stellvertreter des Präsident des Reservistenverbandes.
Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. – so der volle Name des Reservistenverbandes – wurde am 22. Januar 1960 in Bonn gegründet und hat seitdem seinen Sitz mit Bundesgeschäftsstelle in der Bundesstadt am Rhein. In ganz Deutschland betreuen etwa 100 Geschäftsstellen nicht nur die über 123.000 Mitglieder. Der Verband ist zuständig für alle Reservistinnen und Reservisten der Deutschen Bundeswehr in der sogenannten freiwilligen Reservistenarbeit.
Der VdRBw tritt für die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ein und erfüllt einen parlamentarischen Auftrag: Im Mittelpunkt stehen die Mittlerrolle der Reservisten für die Bundeswehr in der Gesellschaft, deren sicherheitspolitische Bewusstseinsbildung und die Erhaltung und Weiterbildung militärischer Fähigkeiten. Der VdRBw erhält jährliche Zuwendungen aus dem Verteidigungsetat des Bundeshaushalts: im Jahr 2009 waren es 13,857 Mio. Euro.
Getragen wird der Reservistenverband von seinen Mitgliedern und ihrem freiwilligen Engagement in den rund 2.600 Reservistenkameradschaften, Kreis- und Bezirksgruppen. Das Präsidium und die 16 Vorsitzenden der Landesgruppen bilden gemeinsam das Erweiterte Präsidium, die Führungsspitze des Verbandes.
ENDE DER MELDUNG
Fotos finden Sie bei uns im Internet unter www.reservistenverband.de in der Rubrik Presse / Grafiken.
Beachten Sie bitte auch unsere heutige Pressemitteilung zur gestrigen 50-Jahr-Feier im Palais Schaumburg zu Bonn von 12:39 Uhr unter dem Thema: Zu Guttenberg baut bei Verkürzung des Grundwehrdienstes auf Kompetenz des Reservistenverbandes - Verteidigungsminister gratulierte Reservistenverband zum 50. Geburtstag
Haben Sie noch Fragen? Wir helfen gerne weiter.
Ihr Ansprechpartner zu dieser Meldung ist:
Detlef Struckhof, Pressereferent: 02 28 – 2 59 09 – 21
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